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Um das Gähnen zu reizen,
schiebe ich leicht
den entspannten Unterkiefer nach vorn -
stelle mir vor,
etwas zu lutschen,
weite die Nase,
lasse die Einatmung
ganz langsam durch sie einströmen...
meist reicht mir das schon.
- Und ich gähne, strecke mich,
räkele mich
und ich behalte die Aufrichtung,
die sich währenddessen einstellt
noch ein wenig bei,
löse nur den Bauch
und spüre und genieße die kräftige Zwerchfelltätigkeit
und den frischen Atem.

Gerne wiederhole ich das zwei, drei Mal.

 

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Ich gähne gern und häufig über den ganzen Tag verteilt. Dabei habe ich nicht den Eindruck, dass dies vornehmlich ein Zeichen von Müdigkeit oder Erschöpfung ist, sondern verbinde mit der Art, wie ich mein Gähnen kultiviert habe, eher eine Möglichkeit von aktivem Spannungsausgleich. Überspanntheit, Gereiztheit baut sich ab, ein mögliches Spannungstief wird leichter überwunden. Ich nutze das Gähnen gezielt, um mich besser zu konzentrieren, zum Klären, geistigen Reinigen z.B. zwischen zwei Patienten, zur Anregung, zum Stressabbau, zur Beruhigung und zum Einschlafen oder als Einstieg in Meditationsübungen.

 

katze   nilpferd   kaninchen

 

Es macht mir Spaß, Tiere beim Gähnen zu beobachten: Einen Hecht im Aquarium - er steht still zwischen den Pflanzen, gespannt - jederzeit bereit auf Beute zu schießen und doch - so etwa alle zehn Minuten schlängelt er sich, als wolle er wachsen, und gähnt! Ein Hund, der wie wild auf der Wiese herumgetollt ist, kommt hechelnd heran - gähnt zwei, dreimal, seine Atmung beruhigt sich!

 

baby 

 

Was geschieht beim Gähnen? Rein äußerlich betrachtet weitet sich zunächst der Rachenraum, der Kehlkopf senkt sich, die Brust hebt sich durch eine vertiefte, kräftige Einatmung, der eine stoßartige Ausatmung folgt, die sacht, elastisch ausschwingt... . Innen öffnen sich der Nasen- Rachenraum, die Stimmritze, die Bronchien, die Alveolen. Es kommt zu einem starken Zwerchfellimpuls - es senkt sich kräftig und nimmt äußerlich sichtbar den Kehlkopf mit in die Tiefe.

Durch diese vertiefte Atemdruckwelle werden alle Organe erreicht. Mitunter ist ein Druckausgleichsknacken in den Ohren zu spüren, Tränen- und Nasenfluss  kommen in Gang, der Puls und die Atemfrequenz werden reguliert, die Verdauungs- und inneren Organe werden massiert... . Durch den stark vertieften Sauerstoffaustausch wird die Zellatmung angeregt und der Körper bis in den letzten Winkel erreicht. Ich werde - bleibe wach. Nach dem Essen steigt das Gähnbedürfnis, besonders wenn ich mich gleichzeitig geistig fordere. Die Verdauungsorgane fordern mehr Sauerstoff, die Atemwelle hilft dem Darm bei der Arbeit.

In der Therapie atem- und stimmgestörter Patienten wirkt sich das Gähnen heilsam aus. So beruhigt sich ein Kind mit einem Pseudokruppanfall meist rasch, wenn die Eltern es schaffen, ihm etwas "vorzugähnen". Die Auswirkung auf psychisches Erleben beeindruckt mich immer wieder!

 

Wir danken für Ihr Interesse und freuen uns über Ihren Kommentar.

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